Zum gesunden Altern gehört auch gesunder Schlaf. Gesunder Schlaf ist wichtig, damit wir uns tagsüber fit fühlen und alles schaffen können, was wir uns vorgenommen haben. Wenn wir älter werden, verändert sich unser Schlaf. Außerdem nimmt das Risiko an einer Schlafstörung zu erkranken zu.
Die am häufigsten auftretende Schlafstörung ist
Insomnie (Schlaflosigkeit).
Die beste Behandlungsmethode für Schlaflosigkeit ist eine verhaltenstherapeutische
Schlaftherapie.
Eine Schlaftherapie hat nicht die Nachteile von Schlafmitteln (u.a. Nebenwirkungen, Abhängigkeit) und wirkt außerdem besser. Andere Schlafstörungen, die im höheren Alter häufig auftreten, sind
Schlafapnoe
und
ruhelose Beine.
Durchschnittlich schlafen wir etwa 7 bis 8 Stunden pro Nacht. Im höheren Alter braucht man genau so viel Schlaf wie in jungen Jahren. Jedoch schlafen ältere Menschen weniger lang an einem Stück und werden nachts öfter wach. Viele ältere Menschen machen ein Mittagsschläfchen. Schlaf besteht aus sich abwechselnden Phasen leichten, tiefen sowie REM-Schlafes (Rapid Eye Movements - Engl. für schnelle Augenbewegungen). Im REM-Schlaf treten die meisten unserer Träume auf. Auch diese „Schlafstruktur” verändert sich, wenn wir älter werden. Wir verbringen weniger Zeit im tiefen und mehr Zeit im leichten Schlaf. Außerdem werden wir empfindlicher in Bezug auf Geräusche und andere Störfaktoren in der Schlafumgebung.
Das Risiko einer Schlafstörung nimmt zu: Ursachen
Mit dem Älterwerden nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass man an einer Schlafstörung erkrankt. Epidemiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass beinah die Hälfte aller Menschen über 50 Jahren an chronischen Schlafproblemen leidet.
Schlafstörungen
hängen im höheren Alter oft zusammen mit:
gesundheitlichen oder psychischen Problemen
Stress (z.B. aufgrund von Krankheit oder dem Versterben des Partners)
größerer Empfindlichkeit bezüglich Störfaktoren in der Schlafumgebung
vermehrter Medikamenteneinnahme, die den Schlaf verstören kann
einem weniger strukturierten Tagesablauf, wodurch die biologische Uhr, die das Schlafen und Wachen reguliert, verstört werden kann
Wann spricht man von einem chronischen Schlafproblem?
Schlafprobleme können sehr unterschiedlich sein. Der eine hat Probleme mit dem Einschlafen, der andere wird nachts sehr oft wach. Wenn Schlafprobleme über 2 Monate andauern und man sich tagsüber nicht ausgeruht fühlt, können die Beschwerden chronisch werden. Die am häufigsten vorkommenden Schlafstörungen sind
Insomnie (Schlaflosigkeit),
Schlafapnoe
und
ruhelose Beine.
Ältere und Schlafmittel: Gefahren und Alternativen
In internationalen Richtlinien für das Verschreiben von
Schlafmitteln
wird geraten:
• Bei Personen über 65 Jahren sollten Schlafmittel komplett vermieden werden.
• Bei Erwachsenen unter 65 Jahren ist die Einnahme von Schlafmitteln nur in Notsituationen ratsam, zum Beispiel bei Schlafproblemen, die durch einen Todesfall in der Familie entstanden sind.
• Schlafmittel sollten nur für kurze Zeit eingenommen werden.
Nichtsdestotrotz werden jedes Jahr Millionen Rezepte verschrieben - viele davon für Personen über 65 Jahren. Oft geht es dabei um Langzeiteinnahme. Insbesondere bei Älteren bringen Schlafmittel viele Gefahren mit sich, wie Unfälle, Abhängigkeit, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Die Einnahme von Schlafmitteln zur Behandlung von Schlaflosigkeit ist darum nicht ratsam. Zum Glück gibt es andere Behandlungsmethoden: Bei Schlaflosigkeit ist eine verhaltenstherapeutische
Schlaftherapie ohne Schlafmittel
die beste Behandlungsmöglichkeit. Eine verhaltenstherapeutische Schlaftherapie hat nicht die Nachteile der Schlafmittel und wirkt außerdem besser.